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Seminarbeschreibung

Das Dissoziieren integrieren I

Dissoziation verstehen - der fehlende Schlüssel zum Ganzsein, zur Lebendigkeit und eigener Kraft

Dissoziation ist ein sensibles und schwieriges Gebiet. Es ist immateriell, subtil und doch sehr wirksam. Die Störung des inneren Erlebens und Zusammenhanges von Bewusstsein, Gedächtnis, Identität und Wahrnehmung kann subtil, unscheinbar oder auch massiv und lebenseinschränkend sein.

Oft sind strukturelle Dissoziationen der Persönlichkeit um bestimmte innere Reaktionsmuster herum organisiert, wie z. B. Gefühle, Gedanken, Flashbacks, Selbstbilder oder innere Anteile, die eine reguläre Teilnahme an alltäglichen Lebensvollzügen zur ganz individuellen Heldenreise machen. Die Emotionen und Inkohärenzen des Erlebens im Alltag koordiniert zu halten kostet Energie, lähmt, erschöpft und bindet unsere Kreativität an das Organisieren unseres desorganisierten Innenlebens.

Ein Lebensstil entsteht, der gekennzeichnet ist durch extreme Formen von Regulationsversuchen, oftmals begleitet von Substanzmissbrauch, selbstschädigendem Verhalten, fehlender Anteilnahme oder Starrezuständen des ganzen Körpers bei wachem Bewusstsein, Von Aussen betrachtet ist das Verhalten oft unverständlich, uneinfühlbar oder übersensibel. Begegnung geht ins Leere. Beim Überdauern struktureller Dissoziation werden die beteiligten Anteile automatisierter, unflexibel und eine integrierte, situationsübergreifende, stabile Persönlichkeits- und Ich-Erfahrung kann sich nicht einstellen.

Trotz dieser Schwierigkeiten müssen TherapeutInnen Zugang zu dieser inneren Sonderwelt (oder Sonderabwesenheit) finden: Das Nicht-Fühlen von Kontakt macht ratlos, hilflos und erfordert explorierende, einladende und konfrontierende Begegnungsweisen, die feine Wahrnehmung und Übung erfordern. Verschiedene Modelle helfen uns diese oft wenig greifbaren oder vernachlässigten inneren Wirklichkeiten von Menschen begreiflich zu machen und in ihrer Originalität zu verstehen. Ein Kommunikationstanz mit mehreren Tanzpartnern auf mehreren Tanzflächen gleichzeitig beginnt.

In diesem Seminar werden wir uns ein Verständnis dissoziativer Daseinssituationen erarbeiten. Wir werden beginnen uns vertraut zu machen mit Unvertrautem. Wir werden uns Vorwagen in die oft sublime und subtile Welt unkartierter Innen- und Aussenräume, bis sich die Innenwelten und Erfahrungen integrieren können zu einer Ganzheitserfahrung, die uns leben lässt.

Termin(e)

07.02.25 – 09.02.25

Seminardauer:

3 Seminar-Tage

Ort

Raum für Räume - Lalibella
Dorfbachstrasse 30
3098 Köniz bei Bern
Schweiz

Kosten

750,00 CHF inklusive Pausensnacks


Zielgruppen

Therapeuten und Menschen in sozialen Berufen, die auf effektives Verständnis und Begegnungswirksamkeit angewiesen sind. Es sollte erhebliche Selbsterfahrung, Erfahrung mit Klienten, sowie Traumaarbeit vorliegen. Kein Anfängerseminar.


Termin(e) und Arbeitszeiten

07. Februar 2025  –  09. Februar 2025

Arbeitszeiten:
1. Tag:
13.00 – 16.30 Uhr und 18.00 – 21.00 Uhr 
2. Tag: 09.30 – 13.00 Uhr und 14.30 – 17.30 Uhr
3. Tag: 09.00 – 12.30 Uhr und 14.00 – 15.30 Uhr


Veranstaltungsort

Raum für Räume - Lalibella
Dorfbachstrasse 30
3098 Köniz bei Bern
Schweiz


Kosten

750,00 CHF inklusive Pausensnacks

Rücktrittsbedingungen: ab 6 Wochen vor Seminarbeginn 50% des Teilnehmerbeitrages und ab 4 Wochen vor Seminarbeginn werden 100% des Seminarbeitrages fällig.


Anmeldung und Information

Anita Kocher
Dorfbachstrasse 30
3098 Köniz bei Bern
Schweiz
Tel.: +41 (0)79 771 79 63
Email: a.kocher55@bluewin.ch
Web: www.lalibella-seminare.ch

Leitung

Johannes Benedikt Schmidt

Dr. Dipl. Psych., Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, systemischer Familientherapie, Systemischer Supervision, körperorientierten Traumaheilungsansätzen (Somatic Experiencing), Struktureller Dissoziation, Brainspotting, Psychotraumatologie (DeGPT), traumafokussierte Psychotherapie (IKP) und Kraniosakraler Biodynamik. Seit 1995 Tätigkeit in eigener Praxis und seit 2004 als Gründer und Leiter der Aptitude-Academy. Internationale Seminar- und Lehrtätigkeit. Als Psychotherapeut und Berater sagt man ihm nach, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er verfügt über einen wohlwollenden Humor und ist ein geschätzter Mitarbeiter bei vielen Kooperationspartnern. Johannes Klarheit und Ehrlichkeit wird für manchen zur Herausforderung und ist für andere befreiend. Autor der Bücher „Der Körper kennt den Weg" (2008, Kösel Verlag) und „Das Transzendente in der Psychotherapie – Über Spiritualität und Präsenz im therapeutischen Wirken (2019, Kösel Verlag)

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